Nashorn – als Zweihorn und Einhorn unterwegs

Das Nashorn kann ein echtes Einhorn sein. Je nach Art gibt es Nashörner mit einem Horn oder zwei Hörnern.

Einhörnern unter den Nashörnern sind das asiatische Panzereinhorn (Rhinoceros unicornis) und das Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus). Diese beiden Nashornarten besitzen nur ein vorderes Horn (Nasalhorn). Dieses wächst über dem Nasenbereich.

Andere Nashornarten haben gleich zwei Hörner. Ein Nasalhorn, das ebenfalls auf der Nase sitzt und einhinteres Frontalhorn, das auf dem Stirnbein wächst. Zu den Nashörnern mit gleich zwei Hörnern gehören die afrikanischen Nashornarten Breitmaul- und Spitzmaulnashorn sowie das asiatische Sumatra-Nashorn.

Das Horn beim Nashorn besteht aus agglutiniertem Keratin. Es ist recht fest, enthält aber keine Knochensubstanz. Und auch kein Elfenbein.

Das Horn nutzt sich mit der Zeit auch ab. Es kann beim Kampf auch abbrechen, immerhin wächst es mit der Zeit immer weiter und damit auch nach. Das bisher größte bekannte Horn eines Nashorns erreichte eine Länge von 1,58 Metern (gemessen über die vordere Krümmung).

Auch beim Nashorn wird leider das Horn gerne verwendet, um daraus angebliche Medizin zu mischen. So wird das Horn pulverisiert und gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Ob es auch als Aphrodisiakum eingesetzt wurde, ist hingegen historisch nicht verbürgt. Schlecht für die Nashörner ist auch, dass ihr Horn auch als Griffe des Jambia-Dolches verwendet werden, der im nördlichen Jemen als Statussymbol getragen wird.

Nashörner sind wegen Wilderei vom Aussterben bedroht. So gab es vom Java-Nashorn wohl nur noch 60 bis 63 Exemplare (2016). Vom Breitmaulnashorn sind es aber immerhin ca. 20.000 Exemplare. Das ist eine gute Zahl, 2007 waren es nur 14.500. Damit konnte sich der Bestand erholen.

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