Einhörner

Das Einhorn ist ein Fabelwesen, dass meist in der Gestalt eines Pferdes, manchmal auch in der einer Ziege daher kommt und mit einem Horn auf der Stirnmitte geschmückt ist.

Gezähmtes Einhorn

Gezähmtes Einhorn – Palazzo Farnese, wird Domenichino zugeschrieben, um 1602

Besonders bekannt wurde das Einhorn durch den Physiologus, einer frühchristlichen Naturlehre. Im ursprünglichen Physiologus wurden Pflanzen, Steine und auch Tiere beschrieben und allegorisch auf das christliche Heilsgeschehen hin gedeutet. Und so fand sich das Einhorn auch in späteren Werken wieder, meist als edles Fabelwesen und fast immer als Symbol für das Gute.

Berichte und Hinweise auf das Einhorn finden sich sogar in der Bibel wieder, wobei dies ein Übersetzungsfehler war. Ursprünglich war wohl mit Re’em der Auerochse gemeint.

Einhörner in der Antike

Aber auch antike Autoren wie Aristoteles, Plinius der Ältere und Claudius Aellanus erwähnen das Einhorn. Wobei diese drei antiken Autoren sich wohl alle auf die gleiche Quelle berufen, nämlich auf die Indika von Ktesias von Knidos (um 500 v. Chr.). In seiner Indika berichtet der antike griechische Arzt und Geschichtenschreiber von Einhörnern in Indien. Diese beschreibt Ktesias von Knidos als wild, schnell und kräftig. Ihr Horn habe eine antitoxische Wirkung. Am Hof der Achämeniden würde das Horn deswegen als Trinkgefäß verwendet.

Im Mittelalter

Hildegard von Bingen erwähnt Einhörner in ihren Schriften ebenso wie auch Albertus Magnus. So wird angenommen, dass unter dem Einhorn ein roter Karfunkelstein zu finden sei. Und dieser habe äußerst heilsame Kräfte.

Pegasus – das geflügelte Pferd

Nicht zu verwechseln ist das Einhorn mit dem Pegasus, dem geflügelten Pferd. Wobei sich ein aufblasbares Einhorn wohl kaum von einem entsprechendem Pegasus unterscheiden ließe. Allerdings fehlt dem Pegasus dann doch das Horn.